Billiards-Star Causier legt in Wien mit European-Open-Titel nach • Janzso und Schmidt schaffen Achtelfinaleinzug
04.06.2026. David Causier hat nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung bei den Austrian Open im Snooker-&-English-Billiards-Bundesleistungszentrum (BLZ) in Wien-Penzing auch die anschließende European Open Matchplay Championship für sich entschieden. Der in der World-Billiards-Rangliste führende Engländer setzte sich im Finale gegen Peter Gilchrist aus Singapur klar mit 6:1 durch und revanchierte sich damit für seine European-Open-Finalniederlage gegen den Weltranglistenzweiten im Vorjahr in Brügge, Belgien.
„Ich bin natürlich zufrieden, dass ich gewonnen habe, und denke, dass ich durchgehend sehr stark gespielt habe. Der letzte Tag ist sehr schwierig, weil das Viertelfinale, Semifinale und das Finale unmittelbar hintereinander gespielt werden, und das kostet Kraft. Ich habe aber mein Spiel ganz gut zusammengehalten, und das freut mich sehr. Ich habe Peter im Finale stärker erwartet. Er hatte aber in dieser Woche gesundheitlich etwas zu kämpfen und hat nicht so gut gespielt. Ich habe versucht, ihn gleich von Beginn an hinter mir zu lassen und davonzuziehen, und wenn er ein Game gewinnt, gleich wieder zurückzuschlagen, und das ist mir gelungen“, erklärte Causier.

„Der Austragungsort hier ist erstklassig, und ich kann es nicht erwarten, wieder herzukommen. Im Finale habe ich leider einige leichte Stöße verpasst, und Dave hat wirklich gut gespielt und mich unter Druck gesetzt. Wenn man gegen ihn einen Fehler macht, dann macht er fast immer das Game aus. Es ist nicht einfach, gegen ihn zu spielen. Ich war schon damit zufrieden, dass ich hier das Finale erreicht habe“, sagte Gilchrist.

Für das European-Open-Highlight aus österreichischer Sicht sorgten English-Billiards-Staatsmeister Martin Schmidt und Snooker-Vizestaatsmeister Thomas Janzso, die den Sprung aus ihrer Vorrundengruppe ins Achtelfinale schafften. Schmidt glänzte dabei mit einem hart erkämpften 3:2-Erfolg gegen die Nummer 12 der Weltrangliste, den Engländer Ryan Mears. In der Runde der Letzten 16 war dann aber bei Mears’ Landsmann, dem Weltranglistenfünften, Darren Clark mit einer klaren 0:4-Niederlage Endstation.
„Meine persönliche Bilanz fällt eigentlich ganz gut aus. Ich habe zwar in den Top 16 gegen Darren Clark verloren, der einfach zu stark war, aber ich bin zufrieden, dass ich diese Stage erreicht habe. Ich war im Vorfeld krank, und es war nicht klar, ob ich überhaupt spielen kann. Deswegen bin ich froh, dass ich dann spielen konnte und dass es für die K.-o.-Phase gereicht hat. Ich habe teilweise sehr gutes Billiards gezeigt“, sagte Schmidt.

Janzso musste sich in seiner Vorrundengruppe nur Peter Gilchrist geschlagen geben und bezwang unter anderem die aktuelle Nummer 23 der Weltrangliste, den australischen Routinier Jason Colebrook, und den Engländer Ian Bright. Im Achtelfinale musste sich der Wiener Ryan Mears mit 1:4 geschlagen geben.
„Ich spiele ab und zu auch gern Billiards zur Auflockerung, wobei mein Spiel vor allem auf dem Potten basiert, da ich ja vom Snooker komme. Aber so langsam habe ich mich auch ein bisschen an die Cannons und die In-offs gewöhnt. Es ist natürlich schön, die Qualität und die Präzision der Topleute zu sehen, wenn sie ihre feinen Karambolagen spielen. Was sich für mich wie ein hohes Break anfühlt, ist für die Spezialisten ein ganz schnell dahergespieltes Break, und das ist auch cool zu sehen. Andererseits weiß ich natürlich auch, was meine Hauptdisziplin ist, und dabei bleibe ich prinzipiell auch“, erklärte Janzso.

Billiards-Premiere in Wien
Nach dem Austrian Open am vergangenen Wochenende wurde im BLZ diese Woche mit dem European Open erstmals ein Level-5-Event, die zweithöchste Turnierkategorie von World Billiards nach den Weltmeisterschaften, ausgetragen. Von den Top 10 im Ranking waren sechs Spieler am Start. Der Weltverband betraute den Österreichischen Snooker- und Billiards-verband (ÖSBV) dieses Jahr erstmals mit einem „Double-Header“-Event, der mit insgesamt 8800 Pfund dotiert war.
Nach dem „Timed“-Spielmodus der Austrian Open am 30. und 31. Mai, wo in der Vorrunden-Gruppenphase die Spielzeit für jedes Match 60 Minuten betrug und ab dem Achtelfinale im K.-o.-Modus in 90-Minuten-Matches der Austrian-Open-Sieger ermittelt wurde, wurde beim vom 1. bis 3. Juni ausgetragenen European Open der Matchplay-Modus angewendet.

Die 27 Spieler waren zunächst in 6 Gruppen eingeteilt, wobei jede Gruppenbegegnung im „All of 5 Games/100 up“-Modus (5 Games zu je 100 Punkten) gespielt wurde. Die Gruppensieger, Gruppenzweiten und vier besten Gruppendritten stiegen ins Achtelfinale auf, wo auf „Best of 7 Games/100 up“ gewechselt wurde. Viertel- und Semifinali wurden auf fünf gewonnene Games („Best of 9“) ausgetragen. Im Endspiel waren sechs Games zu je 100 Punkten für den Titelgewinn notwendig.
Weitere Informationen:
World Billiards Austrian und European Open 2026: https://world-billiards.com/2026-austrian-and-european-open/
Resultate Austrian Open 2026: https://wbeventsonline.com/?page_id=57&TID=470
Resultate European Open 2026: https://wbeventsonline.com/?page_id=57&TID=473
Livestreams: https://www.youtube.com/@WorldBilliards
Wikipedia English Billiards: https://de.wikipedia.org/wiki/English_Billiards
World Billiards: https://world-billiards.com/ Österreichischer Snooker- und Billiardsverband: https://www.austriansnooker.at/