Anti Doping
Anti-Doping Referat
Dr. Petra SCHOLZE
Hackengasse 21
1150 Wien
Tel.: +43 699 10038557
Mail: p.scholze@billardunion.at

Bei der Österreichischen Billardunion und ihren Spartenfachverbänden BSVÖ, ÖPBV und ÖSBV stehen Ehrlichkeit, Fairness, Fair Play, Respekt, Spaß, Teamgeist und Vielfalt im Vordergrund. Wir erwarten und fördern, dass Sportler:innen, Betreuer:innen, Schiedsrichter:innen und Funktionär:innen fair und respektvoll miteinander umgehen. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Integrität des Sports. Doping und Substanzmissbrauch haben in unserer Sportart keinen Platz.
Wer dopt, betrügt und das in mehrfacher Hinsicht: die Sportkolleg:innen, die Betreuer:innen, den Verein, den Verband, die Fördergeber:innen und vor allem auch sich selbst. Darüber hinaus schaden dopende Sportler:innen nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern sie fügen auch der Sportart selbst einen Schaden zu, der sich auf Interesse und Engagement potentieller Nachwuchssportler:innen, Trainer:innen und Betreuungspersonen negativ auswirkt.
Die Anti-Doping Arbeit wird auf Grundlage des Welt-Anti-Doping-Codes und des österreichischen Anti-Doping Bundesgesetzes durchgeführt. Ziel ist der Schutz der Gesundheit der Sportler:innen und das Recht der Sportler:innen und Betreuungspersonen auf dopingfreie Wettbewerbe.
Die ÖBU unterstützt die Arbeit, die Aufgabe und die Ziele der Nationalen Anti-Doping Agentur Austria (NADA Austria) und hat zentrale Bestimmungen des Anti-Doping Bundesgesetzes in ihre Statuten aufgenommen. Die Anti-Doping Regelungen gelten für alle Sportler:innen, Trainer:innen, Betreuungspersonen und Funktionäre:innen.
Die ÖBU hat gemeinsam mit der NADA Austria einen Präventionsplan mit unterschiedlichen Maßnahmen entwickelt. Die Umsetzung des Präventionsplans wird gemeinsam mit der NADA Austria laufend evaluiert und der Präventionsplans entsprechend aktualisiert. Eine der wichtigsten Zielgruppen sind junge Sportler:innen, die durch Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung frühzeitig für den sauberen Sport sensibilisiert werden.
Billard ist zwar eine Sportart mit niedrigem Dopingrisiko. Es besteht jedoch die Gefahr auf unbedachte Einnahme verbotener Substanzen auf Grund von Nachlässigkeit! Wichtig ist darüber hinaus, dass jede(r) Teilnehmer:in eines hochrangigen Turniers auf einen etwaigen Test vorbereitet ist, da Dopingkontrollen jederzeit stichprobenhaft stattfinden können, meist im Rahmen einer ÖM / ÖSTM / EM / WM o.ä.
Dazu gehört
- Ab circa einer Woche vor einem Turnier sollte man vor der Einnahme eines Medikamentes prüfen, ob dieses eine verbotene Substanz enthält (entweder über die Medikamentenabfrage der NADA-Website unter https://www.nada.at/de/medizin/medikamentenabfrage oder über die entsprechende App der NADA). Insbesondere bei rezeptfreien Medikamenten ist hier Vorsicht geboten: so gibt es z.B: Nasentropfen die erlaubt sind, und andere Präparate, die verboten sind. Hier muss mit Bedacht die richtigen Medikation gewählt werden.
- Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wird ausdrücklich gewarnt. Informationen dazu sind unter https://www.nada.at/de/kontrolle/ungewollt-gedopt/marketshow-nahrungsergaenzungsmittel ) abrufbar.
- Sollte ein Arzt ein Medikament verschreiben, das eine verbotene Substanz enthält, ist nachzufragen, ob es eine erlaubte Alternative gibt. In vielen Fällen kann z.B. ein anderes Blutdruckmedikament ebenso gut verschrieben werden. Sollte der Arzt der Meinung sein, dass es keine Alternative gibt, so muss das schriftlich bestätigen werden (und zwar vor einer etwaigen Dopingkontrolle).
- Es wird empfohlen, aktuelle medizinische Befunde in Evidenz zu halten (Blutwerte, EKG, Belastungs-EKG, Lungenfunktionstest, CT, MRT,…) um sie bei einer etwaigen Kontrolle vorlegen zu können.
- Sollte es tatsächlich zu einer Kontrolle kommen, dann wird ein sogenanntes „retroaktives Verfahren“ aufgerollt: Der Sportler stellt im Nachhinein den Antrag zur Genehmigung des verbotenen Medikamentes aus medizinischen Gründen. Ein entsprechendes Formular ist auszufüllen, und sowohl vom Sportler als auch vonm Arzt unterschrieben einzureichen. Je mehr Befunde (s.o.) beigelegt werden können, desto besser. Eine medizinische Kommission prüft die Unterlagen, und entscheidet, ob sie die Einnahme des Medikamentes als medizinisch notwendig anerkennt oder nicht. Wird das Medikament als notwendig anerkannt ist die Prüfung beendet, und es werden keine weiteren Schritte verfolgt.
Sollte ein Spieler an einem Turnier teilnehmen wollen und sich in Bezug auf Anti-Doping unsicher fühlen, wird die Online-Schulung der NADA dringend empfohlen (siehe https://aktiv.nada.at). Informationen zum login finden sich in diesem Blatt: Information Leistungssport. Bei der Registrierung für das Login ist im Feld „Wähle eine Organisation“ die Rubrik „Leistungssport“ danach, die Organisation „Billard, Carambol & Snooker (ÖBU)“ und anschließend die jeweilige Sparte auszuwählen,
Für Fragen zum Thema Doping und Substanzmissbrauch hat die ÖBU mit Petra Scholze eine eigene Anti-Dopingbeauftragte bestellt, die auch erste Ansprechpartnerin der NADA Austria ist und die verbandsinterne Kommunikation von Neuerungen in der Anti-Doping Arbeit übernimmt. Sie ist für Anfragen unter der Mail-Adresse p.scholze@billardunion.at erreichbar.
Weitere Informationen
- Dopipedia – Was, Wer, Warum, Risiken
- Wie verläuft eine Dopingkontrolle?
- Wie verläuft ein Dopingverfahren
- Meine Rechte & Pflichten
- Welche Substanzen sind erlaubt – Anti-Doping Liste
- Online-Schulungen des NADA Austria
- Ungewollt gedopt – Aufklärung
- YouTube Infovideos
Quelle: NADA Austria