Steiner siegt bei ÖSBV-Shoot-Out in Wien
29.03.2026. Carl Walter Steiner vom Heeres-Snooker & English Billiards Club hat sich im Bundesleistungszentrum in Wien-Penzing zum Sieger der Shoot-out-Konkurrenz 2026 des Österreichischen Snooker- und Billiardsverbands gekürt. Der Vorjahres-Runner-up in diesem Bewerb bezwang im Endspiel Daniel Seyser vom 15 Reds Snooker Club mit 40:22.
Steiner bezwang zum Auftakt seinen Vereinskollegen Philipp Koch mit 40:9 und zog anschließend mit einem knappen 21:20-Sieg gegen Oliver Genic vom 15 Reds Snooker Club ins Viertelfinale ein. Dort blieb der English-Billiards-Nationalspieler auch gegen Genics Vereinskollegen Florian Toth mit 59:11 erfolgreich und schaffte den Finaleinzug mit einem 48:21-Triumph gegen den Niederösterreicher Jérôme Liedtke vom Snooker Club Mostviertel. Im Endspiel zeigte Steiner dann ebenfalls eine abgeklärte Leistung und profitierte auch von zwei Fouls seines Gegners in der entscheidenden Matchphase.

„Über den Titel freue ich mich riesig. Mein Plan war, den Vorjahresvizetitel zu verteidigen. Bei der Auslosung habe ich aber in der ersten Runde mit Philipp Koch gleich einen Top-10-Spieler bekommen, wobei mir beim Anstoß mit sehr viel Glück ein Safe-Stoß hinter Blau gelungen ist. Ich habe dann einen Einstieg von ihm bekommen und konnte das Match anschließend dominieren und gewinnen. Unter den weiteren Gegnern waren auch sehr gute Spieler, wie im Halbfinale Jérôme Liedtke, der zu den Top 5 in Österreich zählt. Heute sind vor allem die Long-Pots sehr gut bei mir gekommen, und ich konnte gut auf ‚Autopilot‘ schalten. Bei dem knappen Zeitformat darf man nicht zu viel nachdenken“, erklärte Steiner.
Seysers Weg ins Endspiel führte in der ersten Runde mit Hristo Anastassov (31:12), im Achtelfinale mit David Zanol (31:29) und im Viertelfinale mit Patrick Stift (31:23) über Spieler vom Herres-Snooker & English Billiards Club. Im Semifinale setzte sich der Wiener gegen den Salzburger Barkhard Ali Abdillah von den Snooker Bulls mit 47:26 durch, agierte anschließend im Finale aber glücklos.
„Im letzten Jahr bei der Premiere war ich schon ganz erfolgreich. Da war ich Dritter. Dieses Jahr habe ich es ins Finale geschafft. Vielleicht geht sich ja nächstes Jahr der erste Platz aus. Schauen wir einmal. Beim Shoot-out darf man nicht zu viel denken, und das scheint mir zu liegen“, sagte Seyser.
Nur wenige Sekunden pro Stoß
Der Shoot-out-Spielmodus sieht in Anlehnung an die auch auf der World Snooker Tour angewendeten Regeln pro Match nur einen einzigen Frame vor, wobei die Spielzeit maximal zehn Minuten beträgt. Um den Wettkampf noch attraktiver und schneller zu gestalten, haben die Spieler in den ersten fünf Minuten nur 15 Sekunden für jeden Stoß, in den zweiten fünf Minuten wird diese Zeit auf zehn Sekunden reduziert. Eine weitere Besonderheit ist die im Gegensatz zu anderen Turnierformaten angewendete Auslosung, die nach jeder Spielrunde neu erfolgt.
Der Event wurde dieses Jahr zum zweiten Mal in den offiziellen Sportkalender des Österreichischer Snooker- und Billiardsverbands aufgenommen. Die Premiere im Vorjahr gewann der aktuelle Snooker-Vizestaatsmeister Thomas Janzso, der heuer auf eine Titelverteidigung verzichtete.
Weitere Informationen:
ÖSBV-Shoot-out 2026: https://online.austriansnooker.at/turnier/2590
Österreichischer Snooker- und Billiardsverband: https://www.austriansnooker.at/