{"id":27,"date":"2022-07-18T15:58:46","date_gmt":"2022-07-18T13:58:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.billardunion.at\/?page_id=27"},"modified":"2024-07-06T22:36:36","modified_gmt":"2024-07-06T20:36:36","slug":"snooker","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.billardunion.at\/?page_id=27","title":{"rendered":"Snooker &amp; English Billiards"},"content":{"rendered":"\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Snooker: <\/span> Der britische English-Billiards-Meister John Roberts (Abb. 4) exportierte in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Billiardstische an die in Indien stationierten britischen Regimenter sowie an die Pal\u00e4ste der Maharadschas. Der Maharadscha von Jaipur war von Roberts\u2019 Spielk\u00fcnsten derma\u00dfen beeindruckt, dass er ihn als \u201eHofmeister\u201c anstellte.<br><img decoding=\"async\" style=\"\" src=\"https:\/\/www.austriansnooker.at\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/gesch_04.jpg\" alt=\"Geschichte\"><br>1885 wurde Roberts von Neville Chamberlain dem Maharadscha von Cooch Behar vorgestellt, der die \u201eRegeln\u201c eigenh\u00e4ndig aufgeschrieben hatte und an Roberts weitergab. Roberts hat nach seiner R\u00fcckkehr das Spiel in England eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Snooker entstand in den zahlreichen Offiziersmessen in Indien, wo sich britische Offiziere und Soldaten die Langeweile vertrieben. Da English Billiards f\u00fcr die Soldaten zu anspruchsvoll war, wurden kurzerhand 15 rote und eine schwarze Kugel auf dem Tisch aufgestellt (Black Pool). Das Spiel war aber nicht taktisch genug und wurde um die gelbe, gr\u00fcne und pinkfarbene Kugel erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die braune und die blaue Kugel kamen erst sp\u00e4ter hinzu. Diese Billiardsvariante wurde auch im 11. Devonshire Regiment gespielt, zu dem auch Sir Neville Bowes\u00a0Chamberlain geh\u00f6rte. Einer Anekdote zufolge gab Sir Chamberlain dem Spiel den Namen Snooker.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort \u201eSnooker\u201c war ein damals begrenzt verwendeter umgangssprachlicher Begriff f\u00fcr junge Rekruten, sogenannte \u201egreenhorns\u201d. Als es einem Offizier nicht gelang, einen unmittelbar vor der Tasche liegenden Ball zu versenken, bezeichnete Chamberlain ihn als \u201eregular snooker\u201c (blutigen Anf\u00e4nger). Anschlie\u00dfend musste sich Chamberlain rechtfertigen, und er schlug vor, das noch namenlose Spiel Snooker zu nennen, da ja alle Spieler regelrechte \u201esnookers\u201c w\u00e4ren. Heute bezeichnet man die Stellung, in der man keinen Ball \u201eon\u201c sieht, als Snooker.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Weltmeister waren eigentlich English-Billiards-Spieler. Ganz besonders herauszuheben ist Joe Davis, der von 1927 bis 1946 Snooker-Profiweltmeister war und ohne eine einzige WM-Niederlage abgetreten ist. In Vergessenheit geraten ist, dass er auch vielfacher Profi-Billiards-Weltmeister war. <br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"126\" height=\"167\" src=\"https:\/\/www.austriansnooker.at\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/gesch_05.jpg\" alt=\"Joe Davis\"><br>W\u00e4hrend die 50er-Jahre von Joes Bruder Fred Davis beherrscht wurden, standen die 60er ganz im Zeichen John Pullmans, der auch das \u201emoderne\u201c Snooker einleitete. Die 70er \u201eteilten\u201c sich Ray Reardon und John Spencer, die den Weg John Pullmans fortsetzten. <br><br>Die 80er dominierte Steve Davis, mit dem Snooker endg\u00fcltig der Weg ins (weltweite) TV gelungen ist. In den 90er-Jahren war es Steven Hendry, der (fast) nicht zu schlagen war. Seit damals beherrscht der Engl\u00e4nder Ronnie O\u2019Sullivan die Szene, der bisher sieben Weltmeistertitel gewonnen hat, die meisten Maximum Breaks (15) erzielt hat und als bester Snookerspieler aller Zeiten gilt.<br><br>Es wird j\u00e4hrlich eine Amateur- und eine Profi-WM ausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00dcbrigens:<\/em> Das erste gesicherte \u201eMaximum Break\u201c von 147 Punkten spielte der Neuseel\u00e4nder Murt O\u2019Donoghue im Jahr 1934.<br><br><span style=\"text-decoration: underline;\">English Billiards:<\/span> Es besteht kein Zweifel, dass man Billiards ab dem Jahr 1550 mit drei Kugeln (2 Spielkugeln und 1 Objektkugel) gespielt hat.\u00a0Die Spieler hatten mehrere M\u00f6glichkeiten, um zu Punkten zu kommen: entweder durch Karambolage (auch \u201eCannon\u201d genannt) oder durch Einlochen der Kugel (\u201eHazard\u201d) und den daraus entstehenden Kombinationen. Heute wird dieses Spiel English Billiards genannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Billiards Professional Champion war 1835 ein Mann namens Jonathan Kentfield. Einen Namen muss man unbedingt erw\u00e4hnen, wenn \u00fcber English Billards gesprochen wird, und zwar Walter Lindrum (Abb. 3). <br><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"230\" src=\"https:\/\/www.austriansnooker.at\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/gesch_03.jpg\" alt=\"Walter Lindrum\"><br>Dieser Mann beherrschte das Spiel derart, dass sich das International Billiards Rules Committee entschlie\u00dfen musste, die Regeln neu zu \u00fcberdenken und zu \u00e4ndern (es d\u00fcrfen nur noch 15 Hazards sowie 75 Cannons in Folge gespielt werden). <\/p>\n\n\n\n<p>Sein bis heute g\u00fcltiger Weltrekord: 4137 Punkte in einer Aufnahme (gegen Joe Davis). Weitere gro\u00dfe Spieler waren Willy Smith und Tom Newman in den 1930er-Jahren. Heute dominieren das Profispiel die Engl\u00e4nder David Causier, Rob Hall und Peter Gilchrist (der f\u00fcr Singapur spielt).<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird j\u00e4hrlich eine Amateur- und eine Profi-WM ausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen findet ihr auf der <a href=\"https:\/\/www.austriansnooker.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Website des \u00d6sterreichischen Snooker- und Billiardsverbands<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Snooker: Der britische English-Billiards-Meister John Roberts (Abb. 4) exportierte in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Billiardstische an die in Indien&#8230;<\/p>\n<p class=\"read-more\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"https:\/\/www.billardunion.at\/?page_id=27\"> Read More<span class=\"screen-reader-text\">  Read More<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":586,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-27","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":587,"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/27\/revisions\/587"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.billardunion.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}